Morbus Bechterew

Morbus Bechterew wird in der Fachsprache Spondylitis ankylosans genannt, was übersetzt versteifende Wirbelentzündung heißt. Die Krankheit zählt zu den rheumatoiden Erkrankungen und ist somit eine entzündliche Gelenkerkrankung, welche schubweise verläuft. Kennzeichnend für Morbus Bechterew sind starke Rückenschmerzen. Grund für die Schmerzen sind Entzündungen an der Wirbelsäule, die dort überwiegend die Lenden- und Brustwirbelsäule sowie das Gelenk, welches das Hüftbein mit der Wirbelsäule verbindet, betreffen.

Die Ursachen dieser Krankheit sind noch nicht wissenschaftlich belegt. Es wird vermutet, dass diese auf eine Immunschwäche, auf Erbanlagen und auf Umwelteinflüsse zurückzuführen sind. Ein Zusammenhang zum Alter der Erkrankten besteht nicht.

Durch die Entzündung der Wirbelsäule, welche durch den Angriff des Immunsystems ausgelöst wird, kommt es zu Schäden an den Wirbeln. Um die Schäden auszugleichen entsteht an diesen Stellen Knorpel. Dieser verursacht im weiteren Verlauf der Krankheit eine Versteifung der Wirbelsäule, so dass der Erkrankte stark in seiner Beweglichkeit eingeschränkt ist.

Aufgrund des Angriffs des Immunsystems ist eine Heilung nicht möglich. Wichtigstes Element bei der Behandlung ist die Physiotherapie. Durch die Bewegung soll eine Versteifung der Wirbelsäule vermieden werden. Weitere Anwendungen sind Kälte- oder Wärmeumschläge. Außerdem werden Medikamente verabreicht, die die Schmerzen und die Entzündungen mildern. Durch diese Behandlung ist es möglich den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen.