Schuppenflechte (Psoriasis)

Unter der Krankheit Psoriasis, im Volksmund häufig als Schuppenflechte bezeichnet, leiden in Deutschland ca. 2 bis 3% der Bevölkerung, wobei alle Altersgruppen gleichermaßen betroffen sind.

Psoriasis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Zellen der Oberhaut angreift. Diese Hautzellen reifen normalerweise langsam heran und werden alle 28 Tage erneuert. Neue Hautzellen ersetzen die alten äußeren Hautschichten, die durch die normale tägliche Reibung abgetragen werden. Bei der Psoriasis reifen die Hautzellen nicht normal heran, sondern wandern bereits innerhalb von 5 bis 6 Tagen an die Hautoberfläche, wo sie die charakteristischen Flecken bilden.

Diese vermehren sich daraufhin verstärkt, so dass sich die Haut an diesen Stellen verdickt und schuppt.

Dadurch entstehen dicke, weiße, silberne oder rote Hautflecken. Die Größe dieser Flecken reicht von klein bis groß. Sie treten typischerweise an den Knien, Ellbogen, auf der Kopfhaut, den Händen, Füßen oder dem unteren Rücken auf.

Klassische Symptome sind starke Rötungen mit Schuppen- und Bläschenbildung, die einen andauernden Juckreiz auslösen. Treten diese an Gelenken oder Sehnen auf, kann es zu Schwellungen und folglich zur Einschränkung der Beweglichkeit kommen. Die Symptome treten häufig in Schüben auf, deren Dauer von einigen Tagen bis zu Jahren anhalten kann.

Zur Behandlung der Symptome werden in der Schulmedizin zunächst die Schuppen entfernt. Dadurch wird es ermöglicht, die betroffene Stelle zu behandeln. Meist erfolgt eine Behandlung mit Salben, die die vermehrte Zellteilung und die Entzündung hemmen, sowie den Juckreiz lindern. Eine Heilung ist nicht möglich, da es sich um eine Autoimmunkrankheit handelt.

Ayurvedische Behandlungsmöglichkeiten

Abhängig von der jeweiligen Dosha-Störung gibt es zahlreiche Psoriasisformen. Ihre Symptome können sich in Schwere und Ausprägung unterscheiden und in sehr unterschiedlicher Kombination auftreten.

Zur Behandlung von Hautkrankheiten Neurodermitis und Schuppenflechte stehen der Ayurveda-Medizin effektive Mittel zur Verfügung.

1. Vermeidung einer ungünstigen Ernährungs- und Lebensweise:

Eine geeignete Ernährungs- und Lebensweise kann die Doshas zu einem gewissen Grad besänftigen und die Wirkung der Kräuterpräparate, die der Patient zu sich nimmt, unterstützen.

Lebensmittel, wie Fleisch, Fisch und Quark sowie vergorenes, fettreiches, kaltes oder rohes Essen verstärken dagegen die Dosha-Beteiligung bei Hautkrankheiten. Verhaltensweisen wie der Aufenthalt im Kalten, das Tragen synthetischer Stoffe, Rauchen, der Konsum von Alkohol etc. sollten ebenfalls unterbleiben und geistige Ablenkungen und Stress möglichst minimiert werden. Entspannende Tätigkeiten wie Musik hören, Lesen, Yoga, Meditation, usw. unterstützen hingegen den Heilungsprozess.

2. Einnahme von Kräuterpräparaten

Verschiedene Kräuterpräparate wie Dekokte, Tonika, Pulver, Pasten, etc. werden zur Einnahme verabreicht, um die Stärke der Doshas zu reduzieren und Toxine zu verdauen. Wenn es sich um eine chronische Erkrankung handelt, bei der eine starke Dosha-Beteiligung vorliegt, sollte eine Panchakarma-Kur (5-fache Reinigungskur) durchgeführt werden, um das Übermaß der Doshas nach der Durchführung der äußeren Behandlungen und der Einnahme der Kräuterpräparate zu beseitigen. Die Kräuterpräparate zum Einnehmen unterstützen die Panchakarma-Kur und die erfolgreiche Ausscheidung der Toxine.

3. Panchakarma

Von den fünf ayurvedischen Reinigungsbehandlungen eignen sich Vamana und Virechana am besten für die Behandlung von Hautkrankheiten. Sie spülen die blockierten Doshas und die Toxine aus, die zur Entstehung der Erkrankung beigetragen haben. Vamana und Virechana werden mithilfe von Kräuterpräparaten durchgeführt. Diese Präparate verbinden sich mit den Toxinen und werden durch die Präparate zum Einnehmen und äußeren Behandlungen zum Magen-Darm-Trakt transportiert. Später werden sie durch Abführen (Virechana) ausgeschieden. Äußere Behandlungen unterstützen den Abtransport der Toxine von den tieferen Gewebeschichten zum Magen-Darm-Trakt.

Nach den Panchakarma-Behandlungen werden dem Patienten spezielle Kräuterpräparate verabreicht, welche die Immunkraft stärken und eine erneute Erkrankung verhindern sollen. Es ist außerdem äußerst entscheidend, die strenge Diät und Verhaltensregeln des Patienten über mehrere Monate zu überwachen.