Heuschnupfen

Der weit verbreitete Heuschnupfen (Pollenallergie) ist eine Immunerkrankung. Das Immunsystem reagiert bei dieser Krankheit überempfindlich auf bestimmte Eiweiße im Blütenstaub. Die fälschlicherweise aktivierten Abwehrstoffe schütten Entzündungsbotenstoffe aus. Diese verursachen die typischen Beschwerden wie beispielsweise Niesreiz oder gerötete, geschwollene und tränende Augen. In einigen Fällen kann es auch zu Atembeschwerden kommen.

Das Auftreten der Symptome ist abhängig von den Pollenflugzeiten der jeweiligen Pflanzen, auf die der Allergiker reagiert. Diese liegen überwiegend im Frühling, der Blütezeit der meisten Pflanzen.

Um die Symptome zu lindern, werden häufig Nasensprays und Augentropfen verwendet. Zudem werden in der Schulmedizin Antihistaminika eingesetzt, die gegen Histamin wirken. Histamin wird bei Allergien von den Mastzellen ausgeschüttet und erzeugt maßgeblich die Symptome des Heuschnupfens. Antihistaminika unterdrücken die Wirkung des Histamins und können dadurch die Symptome lindern. Eine weitere Behandlungsmethode der Schulmedizin ist der Einsatz von Mastzellenstabilisatoren. Diese stabilisieren die Membran der Mastzellen, so dass ein austreten des Histamins unterbunden wird. Bei schweren Krankheitsbildern wird zudem Cortison verwendet, welches die Immunreaktion des Körpers unterdrückt. Dies kann aber bei dauerhafter Anwendung zu Nebenwirkungen führen.

Diese Medikamente müssen regelmäßig während der Pollenflugzeit eingenommen werden, um die Symptome zu lindern. Eine Heilung ist nicht möglich, da es sich um eine Allergie und somit um eine Autoimmunerkrankung handelt.